Case Study
Entscheidungsdashboard fuer ein Produktteam
Ein Dashboard wurde von einer Kennzahlenwand zu einem handlungsleitenden Arbeitswerkzeug weiterentwickelt.
- Rolle
- UX Consultant
- Dauer
- 6 Wochen
- Kontext
- Produktteam mit datengetriebenem Steuerungsbedarf
- Jahr
- 2024
Highlights
Wirkung und Fokus der Arbeit
- Prioritaeten schneller erfassbar
- Weniger visuelle Konkurrenz im Screen
- Bessere Gespraechsgrundlage fuer Weekly Reviews
Kontext
Das vorhandene Dashboard sammelte viele Metriken, half aber kaum bei Entscheidungen. Alles sah gleich wichtig aus, wodurch Trends, Abweichungen und Handlungsbedarf leicht untergingen. In Meetings wurde mehr ueber die Interpretation einzelner Zahlen gesprochen als ueber Konsequenzen.
Zielbild
Das Dashboard sollte nicht moeglichst viele Informationen auf einmal transportieren, sondern die richtigen Fragen vorbereiten: Wo muessen wir hinsehen, welche Entwicklung ist kritisch und wo besteht unmittelbarer Handlungsbedarf.
Loesungsansatz
Statt weitere Charts hinzuzufuegen, habe ich die Informationsdichte neu organisiert: klare Fragen pro Modul, staerkere visuelle Hierarchie, mehr Raum fuer Vergleichswerte und bewusst gesetzte Hervorhebungen fuer kritische Abweichungen.
Zusammenarbeit
Die Arbeit lief eng mit Product und Engineering. So konnten wir frueh klaeren, welche Daten verlaesslich verfuegbar sind, welche Metriken nur scheinbar praezise wirken und welche Interaktionen echten Mehrwert statt nur visuelle Bewegung erzeugen.
Wesentliche Entscheidungen
- KPI-Module wurden nach Entscheidungsrelevanz statt Datenquelle sortiert
- Auffaellige Werte bekamen mehr Kontrast und Kontext
- Sekundaere Diagramme wurden reduziert oder in Drill-downs verschoben
- Textlabels wurden handlungsorientierter formuliert
Learnings
Der groesste Hebel lag nicht im Layer neuer Features, sondern im Weglassen. Gute Dashboard-Arbeit bedeutete hier vor allem Priorisierung, sprachliche Zuspitzung und eine belastbare visuelle Ordnung.
Wie ich es weiterentwickeln wuerde
Im naechsten Schritt wuerde ich Nutzungsdaten der Dashboard-Module mit qualitativen Gespraechen verbinden, um zu sehen, welche Bereiche nicht nur angeschaut, sondern auch wirklich zur Steuerung genutzt werden.